Webdesign und die Bildschrimauflösung

Welcher Webdesigner oder Mensch, der eine Homepage erstellen möchte kennt dieses Problem denn nicht, oder ist wegen diesem Problem zumindest nicht einmal ins Grübeln gekommen:

“Wie groß soll das Design meiner Webseite werden?”

Das ist eine grundlegende Frage, an der sich einige die Köpfe zerbrechen. Manche erstellen einfach ein Design, welches variabel in der Größe ist. Meiner Meinung nach sehen diese Darstellungsversuche meistens sehr seltsam aus, da der Webdesigner von der Auflösung seines Monitors ausgeht.

Deshalb stellte sich mir immer die Frage, welche Auflösung des Monitors die meisten Besucher einer Webseite besitzen. Pierre Markuse hat dazu einen kleinen Beitrag in seinem Blog veröffentlicht, welcher aufgrund seiner relativ hohen Besucherzahlen einen recht repräsentativen Charakter besitzt.

Er hat festgestellt, dass die meisten User eine Auflösung von 1280 * 1024 Pixel (24%) haben. Danach kommt fast gleichauf die Auflösung von 1024 * 768 Pixel (23%), dicht gefolgt von den widescreen-Auflösungen: 1280 * 800 Pixel und 1680 * 1050 Pixel. Zu vernachlässigen sind nach seiner Statistik alle weiteren widescreen-Auflösungen im Einzelnen; zusammen gesehen machen diese Nutzer allerdings auch wieder ca. ein Viertel der Gesamtbesucherzahl aus.

Das Problem eines Webdesigners ist allerdings das, dass er alle diese Auflösungen unter einen Hut bringen sollte. Denn nach dieser Statistik sind zumindest ca. 80 Prozent der Besucher mit einer Auflösung von mindestens 1024 * 768 Pixel unterwegs. Es gibt in Zukunft wahrscheinlich auch noch mehr Netbook Benutzer, welche mit einer vertikalen Auflösung von 600 Pixel surfen. Dies ist allerdings zu vernachlässigen, da die meisten Netbookuser schnell merken werden, dass komfortables Scrollen an ihrem Gerät eine sehr gewichtige Rolle spielt.

Will man also ein gut lesbares Webdesign (Stichwort: Usability) auf die Beine bringen, welches die Mehrheit der Leser / Besucher ansprechen könnte ist also eine Kompatibilität mit der Auflösungsgrenze von 1024 * 768 Pixel nicht zu vermeiden.

Aber was passiert mit den Benutzern, die eine höhere Auflösung geschaltet haben? Können diese das Webseitendesign kaum noch sehen? Nun ja, ganz so ist es nicht. Die Benutzer mit 1680 * 1050 haben meist Monitore mit 20 Zoll (ich mit meinem Mac) und aufwärts. Deshalb sind die Pixel auch etwas “größer” und man kann Schrift bzw. Bilder ebenso gut betrachten. (Ich weiß es stimmt nicht ganz, aber vereinfacht das Ganze erheblicher).

Jetzt könnte man meinen: “Dann stelle ich halt meinen Monitor auf diese Auflösung ein, passt dann schon”

…möp…

Falsch gedacht! Stellen Sie sich folgendes Beispiel vor:

Sie erstellen nun als Grundgerüst eine Tabelle oder Div-Layer mit ca. 800 Pixeln breite. Text rein, ein Bild. Zentrieren. Das wars. Sieht ästhetisch füllend aus. Saubere Arbeit, oder?

Jetzt stellen Sie die Auflösung auf 1980 * 1080 vor. Sieht irgendwie verlassen aus, oder? Müsste man eigentlich mit einer Lupe betrachten oder den Edding rausholen und ein paar Verzierungen hinzu malen, oder nicht?

Wichtig: Denken Sie bitte kurz darüber nach, was Sie unternehmen würden, um dies zu verhindern ohne weiterzulesen. Schreiben Sie das bitte sofort in das untere Kommentarfeld und lesen Sie dann erst weiter. Danke für Ihre Unterstützung!

 

Fazit:

Folglich muss eine richtige Universallösung für ein Webdesign mit einer breiten Usability sein. Man könnte nun ein Script schreiben, welches die Auflösung des Nutzer erkennt und sofort auf den Optimierten Quelltext zugreift. Ist aber meistens Quatsch, da ich persönlich auch das Fenster immer auf einer geringeren Auflösunge geschaltet habe als der Bildschirm eigentlich hergibt. Was also tun?

Ein Tool, damit man Auflösungen testen kann findet sich hier: http://www.webconfs.com/web-page-screen-resolution.php

Dies ist allerdings erst vollständig Nutzbar wenn Ihr Monitor 1600 * 1200 Pixel darstellen kann.

Meine Universallösung ist eine Kombination aus vielen Dingen, wer aber einem gutem Lösungsweg näher rücken will, der sollte auf jeden Fall diese Seite über Webdesigns mit großen Hintergründen anschauen und sich viele Dinge abgucken. Nicht die Designs kopieren! Nur die Technik dahinter verstehen!

Jetzt fragen sich sicherlich einige Leser warum hat er diesen Artikel über Webdesign  und Bildschirmauflösungen verfasst. Er ist auf der einen Art eine kleiner Wachrüttler, dass Webdesigner nicht nur ein Hippie-Beruf ist, sondern viele schwere Aufgaben in sich birgt. Im Zusammenhang damit gibt er einen kleinen Einblick in die Problemsituationen von dieser Berufsgruppe und somit auch einen Anstoß an derer Unterbezahlung ^^ Auf der anderen Seite möchte ich erreichen, dass nun in den Kommentaren eine kleine Liste erscheint, mit dessen Hilfe ich später einen Artikel erstellen kann. Dieser soll auf Anfängern ermöglichen ein Design einer Homepage zu erstellen, dass wirklich so gut wie jedem zugänglich gemacht ist.

Ich hoffe Ihnen hat der Artikel weitergeholfen und Sie denken mal darüber nach. Über Kommentare und Anregungen freue ich mich ebenso wie über votes ^^ Danke, Ihr Florian Langer

PS: Malte steht vielleicht in deinem gewonnenem Ebook etwas über dieses kleine Dilemma geschrieben?

4 Comments

  1. kopfbuntNo Gravatar sagt:

    Da hast du ja ein Fass aufgemacht ;-)
    Das ist gar nicht so einfach. Ich probiere die unterschiedlichen Bildschirmauflösungen durch die Kombination von guter Gestaltung und Technik in Griff zu bekommen.

    In dem eBook steht allerdings nichts über solche Themen drin. Das ist eher eine andere Ecke für Fachbücher.

    Doch was lese ich hier:

    Sie erstellen nun als Grundgerüst eine Tabelle […]

    Schäm dich Florian. Die Zeiten sind nun wirklich vorbei :-)

  2. adminNo Gravatar sagt:

    Ich weiß ich weiß. aber die meisten Hobbyadmins benutzen halt immer noch diese Art ihre Page aufzubauen…
    Hatte es bei der Hauptdomain auch mal wieder probier, aber habe es gleich aufgeben. Jetzt ist wieder ein anderes in der Mache… ^^

  3. PhilippNo Gravatar sagt:

    Da Stimme ich kopfbunt zu, die Tabellen sind Geschichte!
    Beim Webdesign-Layout kommt es darauf an, dass das gesamte
    Design flexibel bzw. variabel auf den Nutzer reagiert.
    Das Zauberwort hierzu heisst natürlich CSS.
    Ein Muss für jeden Webdesigner! CSS verändert die Größe
    der Website indem die Angaben des Layouts nicht in Pixelgrößen
    definiert werden, sondern in Prozentangaben! Beispielsweise 15%
    der Breite des Bildschirms für die Navigation usw.

    Des Weiteren kann ich nur den Tipp geben, alle Websites auf
    1024 x 768 zu optimieren!

    Ich habe mittlerweile 7 funktionierende Websites am Laufen
    und jede habe ich aufgrund von Artikeln die ich gelesen habe
    auf 1024 x 768 optimiert. Jede dieser Websites ist mit einem
    Analyse-tool versehen und zeigt mir genau die Statistik, die da
    lautet:

    1. 1024×768 31,63 %
    2. 1280×800 22,96 %
    3. 1280×1024 16,41 %
    4. 1680×1050 9,53 %
    5. 1440×900 7,63 %
    6. 1152×864 2,42 %
    7. 800×600 1,68 %
    8. 1280×960 1,47 %
    9. 1920×1200 1,43 %
    10. 1280×768 1,25 %

    Dies sind Zahlen anhand von 4417 Besuchern folgender Website:
    http://www.viip.es

    Ich denke das sollte als Antwort vollkommen reichen ;-)

    Gruß

    Phil

  4. Ich nheme immer die aktuellen Werte von webhits.de Webbaromater. aktueller minimumstandard ist 1024/768px. drunter haben nur 5%.

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