Fitness-Studio oder Konsolensport
Fitness-Studio oder Konsolensport?
Das Fitness-Studio war lange Zeit der Inbegriff für körperliche Ertüchtigung, einen gesunden Lebensstil und Ästhetik. Vor wenigen Jahren hatte man im Grunde nur zwei Möglichkeiten, um seinen Körper zu stählen und fit zu halten: entweder man schloss einen teuren Vertrag mit einem Fitness-Studio ab oder man kaufte sich Trainingsgeräte für zu Hause.
Seit einigen Jahren gibt es jedoch auch die Möglichkeit, mit der Spielekonsole zu trainieren und fit zu bleiben, jedenfalls versprechen das die Hersteller.
Was taugt die Konsole als Trainingsgerät?
Können Fitnessprogramme wirklich Fitness-Studio und Sportgeräte komplett ersetzen? Inzwischen gibt es verschiedenste Programme für so gut wie jede Konsole. Von der Fun-Game Packung, in der Spiele wie Skispringen, Tennis oder Bowling enthalten sind, bis zum professionellen Yogakurs, Kardio- oder Muskeltraining mit virtuellem Personal Trainer, reicht heute schon die Auswahl. Doch was taugen die Programme wirklich?
Klar, die reinen Fun-Games sollen in erster Linie Spaß bringen und werden deshalb für den Vergleich außer Acht gelassen und ein wirklich anspruchsvolles Training ist damit nicht möglich.
Die professionellen Sport-Programme namhafter Hersteller hingegen bieten ein sehr umfangreiches Paket, Dutzende verschiedenste Workouts vom Boxtraining bis zum Fatburning sind wählbar. Und viele Fitnessprogramme enthalten heutzutage sogar auch einen Pulsmesser und ein einfaches Fitnessgerät (meist ein Fitnessband) im Lieferumfang.
Zusatzfunktionen wie die Messung des Herzschlags, Anzeige des Kalorienverbrauchs und dergleichen runden das Angebot ab.
Trainingseffekt und Motivation
Ich muss sagen, dass ich vom ersten Workout angenehm überrascht war. Anfangs dachte ich, dass die Trainingsprogramme mehr Spiel als Sport seien, wurde jedoch eines Besseren belehrt. Nach einem 20 minütigem Anfängerprogramm, das vor allem auf Ausdauer und Muskeltraining ausgelegt war, war ich genauso erschöpft, als ob ich 20 Minuten Joggen gewesen wäre. Der Muskelkater am Tag darauf hat mich letztendlich auch davon überzeugt, dass das Training auf jeden Fall etwas bringt. Der virtuelle Personal Trainer ist ebenfalls gelungen, je nachdem, wie regelmäßig man seine Übungen ausführt, wird man entweder gelobt oder kritisiert. Dabei merkt der oder die Trainerin (je nach Wahl) auch, wenn man mehrere Tage oder gar Wochen nicht trainiert hat – was eine dementsprechende Kritik nach sich zieht.
Die Konsolen-Trainingsprogramme sind auf jeden Fall gelungen und motivieren durch verschiedene Workouts und lustige Minigames. Dazu gibt es die Möglichkeit, seine Leistungen ins Internet zu stellen und mit denen von Freunden zu vergleichen und was für zusätzliche Motivation sorgt.
Fazit
Die Konsolen eignen sich damit auf jeden Fall zur Konditionssteigerung und zur Muskelstraffung und können jedoch nicht die Effektivität von professionellen Sportgeräten erreichen. Wer also vor allem auf Muskelaufbau Wert legt oder spezielle Muskelgruppen möglichst effektiv trainieren will, der sollte lieber zu einem “realen” Sportgerät wie Hantelbank, Rudergerät oder Ähnlichem greifen.
